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Veranstaltungen 2003

Neujahrsempfang 2003

Ausrichter des Neujahrsempfanges 2003 war die Offensive. Mehr als 250 Gäste in einer hervorragend hergerichteten Ausstellungshalle des Autohauses Deitert-Suhre verfolgten eine bemerkenswerte Rede des 1. Vorsitzenden, in der er die Bürger zu mehr Engagement für ihre Stadt aufforderte und die Politik ermunterte, dieses Engagement auch in Zukunft zu fordern und zu fördern. Für das zurückliegende Jahr 2002 konnte anhand einer Bilderschau eindrucksvoll dokumentiert werden, was alles in diesem Jahr in Lengerich bewegt wurde. Moderiert wurde die Schau von Herrn Bernd Udo Seiffahrt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Brüder Balske als Duo „TWO FOR YOU“.  

19.09.2003

Aktionswoche "Lengerich hat was" open-air-Theater am Römer

Die Offensive hat am 19. September vor zahlreichen Besuchern eine open-air-Theater-Veranstaltung am Lengericher Wahrzeichen RÖMER veranlasst. Der Bremer Dirk Langer, alias Nagelritz, kam in alter Seemannskluft und einem dicken Reisekoffer nach Lengerich. Mit dabei hatte er die Weisheit in Flaschen von seinem Freund „Hinnerk“, die Liedtexte von Joachim Ringelnatz und die Musik steuerte er selbst bei. Mit seinem Schifferklavier brachte Nagelritz das Publikum schnell in lockere Schunkelstimmung. Zudem versorgte der Kabarettist die Besucher ausgiebig mit prickelnder Ahoi-Brause, wie es sich für einen anständigen Seemann gehört. Insgesamt sahen die Zuschauer eine niveauvolle und kurzweilige 90-minütige Bühnenshow, die sie so schnell nicht wieder vergessen werden.  

Jazz-Frühshoppen und Einweihung der Skulptur "Drei Grazien"

Jazz-Frühschoppen im Eingangsbereich der Westfälischen Klinik mit Übergabe einer weiteren Skulptur des Künstlers Totzek

Die Offensive hat die Festwoche zum Anlass genommen, die Skulptur „Drei mobile Grazien“ des Künstlers Winfried Totzek in den Alva-Skulpturenpark zu integrieren. In Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste erläuterte Frau Barbara Rübartsch das Projekt des Skulpturengartens und die Einbindung des neuen Objektes. Im Anschluss an die Einweihung der neuen Skulptur fanden Führungen durch den ALVA-Skulpturenpark und das Grüne Klassenzimmer statt. Sie vermittelten den Besuchern die Konzeption dieser überregional beachteten Anlagen und veranschaulichten die gelungene Verbindung zwischen Landschaft, Kunst und Natur – bewusst platziert in einem Naherholungsbereich und im Umfeld von Häusern, die der Heilung des Menschen dienen. Zwischendurch konnten Eltern mit Kindern unter Anleitung zweier Erzieherinnen des AWO-Kindergartens kreativ tätig werden. Für den guten Ton sorgte die Gruppe „Two for You“; für das leibliche Wohl sorgte die Küche der Westfälischen Klinik. Die Veranstaltung hat eine sehr gute Resonanz erfahren.  

Gesundheitsvorsorge für Schüler

Wie in den Vorjahren hat Herr Möhrke mittlerweile zum 8. Mal eine Unterrichtsveranstaltung zur Gesundheitsvorsorge in der Realschule mit dem Thema „Wie bleiben wir gesund?“ mit mehr als 20 Schülern durchgeführt. In 10 Unterrichtsstunden wurden ab Februar interessierten Schülerinnen und Schülern auf freiwilliger Basis wirtschaftliche, medizinische und pharmakologische Aspekte der Gesundheit in unserer Gesellschaft vermittelt.  

Informationsheft Heimatbund

Die Offensive hat mit einem Zuschuss in Höhe von 1.000,- € die Publikation des Heimatbundes über Lengerich „Römer und Stadtkirche“ unterstützt. Die Broschüre konnte im Dezember fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ein interessantes Stück Stadtgeschichte. Die Auflage beträgt 3500 Stück.  

Poster "Alte Häuser in Lengerich"

Die Poster-Präsentation fand am 24. November in der Stadtsparkasse statt. Neben den mitwirkenden Damen waren der Heimatverein, die Stadt und die Presse eingeladen. Erstellt wurden 500 Poster auf hochwertigen Papier, die zu einem VK-Preis von 15,- € und 50 Stickvorlagen, die zu einem VK-Preis von 20,- € angeboten werden. Der Verkauf erfolgte in der Stadtsparkasse, in der Tourist-Information, in der Sonnenapotheke und beim Geschäftsführer. Auch auf dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt wurde das Poster gezeigt und verkauft. Das Plakat soll wie bereits das erste Lengerich-Poster, erstellt von dem Lengericher Ingenieur, Architekt und Künstler Franz Pieper, dazu dienen, sich an die Vergangenheit zu erinnern und sich mit der Gegenwart zu identifizieren. Es soll das Wir-Gefühl in Lengerich stärken.  

Lengericher Weihnachtsmarkt & Krippenausstellung

Auf Grund stark rückgängiger Besucherzahlen wurde das Konzept des Weihnachtsmarktes 2002 überarbeitet. Die Offensive hat mit der Werbegemeinschaft als Veranstalter des Weihnachtsmarktes den Standort an die über 500 Jahre alte Stadtkirche verlegt, den Termin auf das erste Dezemberwochenende vorgezogen und eine weihnachtliche Atmosphäre erzeugt. Es standen ausschließlich Holzhütten für die Weihnachtsmarktbeschicker bereit und eine festliche Beleuchtung wurde aufwendig angebracht. Ferner wurde auf gewerbliche Marktbeschicker überwiegend verzichtet. Die meisten Stände wurden von Hobbykünstlern der Region und Lengericher Vereinen und Gruppierungen besetzt. Dadurch wurde der Markt wieder zu einem beliebten Treffpunkt für die Menschen der Region. Die Offensive hat den Weihnachtsmarkt auch im Jahr 2003 stark unterstützt. Mit einer Krippenausstellung in und um die Stadtkirche herum konnte das Angebot ergänzt werden. In diesem Jahr haben mehr als 2000 Besucher die aufgestellten Krippen aus Lengerich und der Umgebung bewundert. Die Krippenausstellung wurde wieder rund um die Uhr beaufsichtigt. Für die Kleinen wurden Märchenfiguren, ein Weihnachtsfenster an der Stadtsparkasse und das Knusperhäuschen wieder aufgebaut und hervorragend von der Familie Rogge betreut. Für die Großen hat der Vorstand am Freitag einen Informationsstand besetzt, für die Bürgerstiftung Gempt geworben, das neue Poster präsentiert, mit den Besuchern diskutiert sowie Informationen zum Verein verteilt. Weiterhin hat die Offensive eine ganzseitige Anzeige in dem neuen Programmheft zur Weihnachtszeit in Lengerich und der Umgebung geschaltet. Insgesamt hat die Offensive die Mitwirkung am Weihnachtsmarkt 4.000,- € gekostet. Darüber hinaus hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Ausstellung „Dezemberlicht“ für den Zeitraum des Weihnachtsmarktes im Martin-Luther-Haus stattfand. Auch in der Stadtsparkasse wurde eine Kunsthandwerkausstellung an dem Weihnachtsmarktwochenende abgehalten.  

Open-Air Gottesdienst

Zum wiederholten Male wurde ein Gottesdienst an der Kapelle der Westfälischen Klinik am Himmelfahrtstag abgehalten. Gemeinsam mit dem Heimatverein hat die Offensive den Gottesdienst vor- und nachbereitet . Die Veranstaltung war mit ca. 150 Teilnehmern wieder gut besucht. Im Anschluss an den Gottesdienst bestand bei einer Tasse Kaffee oder Tee die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.  

Maibaum richten

In enger Abstimmung mit den Lengerichern Automobilvertragshändlern, den Gastwirten und den über 20 teilnehmenden Vereinen stellt die Offensive seit 2002 einen Maibaum auf dem Rathausplatz auf, der sich in unserer Region sehen lassen kann. Neben Wappenschildern der örtlichen Vereine wurden weitere Figuren aus Holz oder Metall - Tiere, Handwerksberufe, Friedensreiter, Kiepenkerl, Werkzeuge u.ä. - für den Maibaum hergestellt. Mit einem bunten Programm – Aufstellen des Maibaumes durch Vorstandsmitglieder der Vereine, Musik und Tanz durch Lengericher Chöre und Vereinsgruppen, Fassanstich, Kinderprogramm u.ä. – wurde der Mai willkommen geheißen. Mehrere Hundert Mitglieder und Bürger verfolgten das bunte Treiben auf dem Rathausplatz. Das Maibaum richten hat trotz des schlechten Wetters eine noch bessere Resonanz als im Vorjahr erfahren.  

lengerich-garden-Projekt

Einen Schwerpunkt innerhalb des Alva-Skulpturenparks bildet das „lengerich-garden-project“. Im Rahmen der Skulptur-Biennale 2001 hat der amerikanische Künstler Ronald Jones zusammen mit Patienten der Klinik und Bürgern von Lengerich einen „Paradies-Garten“ entworfen. Dem Reiz des Gartens kann man sich kaum entziehen. Für die regelmäßige Pflege des Gartens sowie Renovierungsarbeiten hat sich eine Gruppe aus Bürgern, Patienten und Mitarbeitern der Klinik gefunden. Eine umfassende Säuberungsaktion findet jeweils im Frühjahr und Herbst gemeinsam mit dem Heimatverein statt. Für die Offensive ist Herr Rogge federführend tätig.  2003 konnte eine gesponserte Sitzbank in dem Garten aufgestellt werden. Eine gute Gelegenheit, in den Westfälischen Nachrichten über den Garten zu berichten und um Mitstreiter bei der aufwendigen Pflege zu werben. Nach Auffassung des Kreises Steinfurt, Ausrichter der Skulptur-Biennale Münsterland 2001, ist eine große Nachhaltigkeit durch dieses Projekt gegeben.  

ALVA-Skulpturenpark

Für das Gelände der Westfälischen Klinik entwarf der große Gartenkünstler Paul Josef Lenné 1863 für die damalige Provinzial-Heilanstalt einen kunstvollen Garten, in dem Räume der Ruhe als auch der Begegnung geschaffen werden sollten. In welchem Ausmaß die Planung umgesetzt worden ist, ist umstritten. Einige Gestaltungsideen finden sich jedoch heute noch in der schönen Gartenanlage rund um das Hauptgebäude wieder. In Fortsetzung dieser „Kunst im Garten“ haben die Westfälische Klinik, das Krankenhaus, die Stadt Lengerich und die Offensive Lengerich die Idee des Alva-Skulpturenparks ins Leben gerufen (Alva = ars longa vita aeterna – die Kunst währt lang, das Leben ewig). Der Park befindet sich zwischen den beiden Kliniken. Ein Rundwanderweg, der auch an einer kleinen Kapelle vorbeiführt, verbindet die beiden Einrichtungen in harmonischer Weise. Dieses Projekt richtet sich an Patienten, Besucher und Lengericher Bürger. Skulpturen mitzugestalten oder sie bei einem Spaziergang durch die Landschaft für sich zu entdecken, sorgt für ein positives Umfeld mit hohem Erholungswert und die Genesung wird gefördert. Die Vorzüge des landschaftlich reizvoll gelegenen Standortes Lengerich sowie die räumliche Nähe der beiden Kliniken werden besonders deutlich.  

Musik am Rathausplatz

Die Aktion „Musik am Rathausplatz“ konnte auch im Jahre 2003 mit einer offensiven Ansprache von „jungen und jung gebliebene Stadtmusikanten“ erfolgreich zur Belebung der Innenstadt und zur Förderung junger Künstler jeweils samstags vormittags fortgesetzt werden.  

Aktionswoche "Lengerich hat was"

Aus der Teilnahme am Landeswettbewerb Ab in die Mitte – Cityoffensive 2003 hat sich die Aktionswoche „Lengerich hat was!“ entwickelt. Obwohl eine finanzielle Förderung durch das Land nicht zustande kam, haben alle Beteiligten sich entschlossen, trotzdem eine Aktionswoche gemeinsam zu initiieren und die Bürger und die Nachbarn aus der Region in die Innenstadt Lengerichs einzuladen. Für die Zeit vom 12. – 21. September 2003 wurde ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben der Offensive waren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt (Fachdienst Kultur, Tourist-Information, Jugendzentrum und das Bürgermeisterbüro), der Lengericher Werbegemeinschaft, der Straßengemeinschaften, der Gastronomie, der Schützengemeinschaft der Innenstadtschützenvereine (Zusammenschluss von fünf Vereinen), des Kulturforums, des Heimatvereins, der Kirche, der Kreispolizeibehörde sowie Lengericher Unternehmen, Schulen, Vereine und engagierte Privatpersonen sowohl in die Entwicklung des Konzeptes, in die Umsetzung des Projekts als auch - zum Teil - in dessen Finanzierung eingebunden.  

Runder Tisch Lengerich

Auf Anregung der Politik hat sich Anfang 2002 der „Runde Tisch Lengerich“ gebildet. Ziel ist, aktuelle Themen in der Stadt frühzeitig mit den Beteiligten zu erörtern sowie die Rahmenbedingungen für die Innenstadt und die allgemeine Situation des Einzelhandelsstandortes Lengerich nachhaltig zu verbessern. Neben der Werbegemeinschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Lengerich und den Kreditinstituten ist auch die Offensive in diesem Gremium vertreten.  

Brunnenanlage Rathausplatz - Einweihung Friedensreiterskulptur

Die feierliche Übergabe der Anlage erfolgte am 19. September im Rahmen der Aktionswoche „Lengerich hat was!“. Mit Musik, den Pankgrafen, Vertretern des Heimatvereins in alten Trachten und über 80 geladenen Gästen wurde eine feierliche Atmosphäre für die Übergabe der Anlage erzeugt.

Diese Stadtbildverbesserung fand ihren vorläufigen Abschluss in der Sanierung der maroden Brunnenanlage am Rathausplatz. Zur Aktionswoche „Lengerich hat was!“ konnte eine Dauerbühne auf der alten Brunnenanlage eingerichtet werden, auf der zahlreiche Aktionen möglich sind. Eine Skulptur des Friedensreiters zum Westfälischen Frieden vor über 350 Jahren – geschaffen von dem renommierten Künstler Johannes-Volker Trieb aus Osnabrück – dokumentiert die besondere Bedeutung dieses Platzes. In Lengerich wurden die Vorverhandlungen zum Friedensvertrag geführt, die ihren Abschluss in Münster und Osnabrück fanden.     

Beccard`sches Haus - Heimathaus

Seit Anfang des Jahres 2003 stand das Beccard´sche Haus, eines der ältesten Gebäude Lengerichs, zum Verkauf. Die Idee der Offensive war, dieses Gebäude von 1648 dem Heimatverein zum Kauf anzubieten, um ein Heimathaus darin unterzubringen. und ein Finanzierungsmodell erstellt. Danach sollte der Heimatverein das Gebäude erwerben. Die Offensive sollte sich an der Finanzierung beteiligen und im Gegenzug Räumlichkeiten für vereinseigene Veranstaltungen zur Verfügung gestellt bekommen. Zu diesem Zweck haben mit dem Heimatverein zahlreiche Abstimmungsgespräche stattgefunden. Die Offensive hat ihre finanzielle Beteiligung auf 10 % der Kaufsumme, also auf insgesamt 17.500,- €, festgelegt. Weiterhin hat der Stadtmarketingverein den Förderantrag bei der Nordrhein-Westfalen-Stiftung begleitet und vervollständigt. Gleichzeitig wurde die ideelle Unterstützung der Stadt Lengerich eingeholt. Der Heimatverein selbst hat sich Anfang Dezember in einer Sondersitzung seiner Mitglieder für einen Ankauf des Gebäudes entschieden. Kurz vor Weihnachten erfolgt die Zusage der NRW-Stiftung, den Ankauf und den Umbau des Hauses mit 150.000,- € zu unterstützen. Insgesamt ein in dieser Form nie erwarteter Erfolg und ein weiterer Beweis der guten Zusammenarbeit der beiden Vereine.

Sicherung der Industriehalle Gempt als Bürger und Kulturzentrum

Die Offensive hat bereits frühzeitig die Entwicklung eines Nutzungs- und Betriebskonzeptes für das Gempt-Ensemble gefordert. Sie hat dabei stets ihre Mitwirkungsbereitschaft bei der Erarbeitung signalisiert. Sie hat sich mit einem Tag der offenen Tür sowie mit diversen Veranstaltungen von klassischen Konzerten, über den 3. Deutschen Edvard-Grieg-Kongress mit musikalischem Rahmenprogramm, Jazzmusik mit Klaus Doldinger, bis hin zu Sportveranstaltungen für den Erhalt der Gempthalle eingesetzt und den Umbau zu einem Bürger- und Kulturzentrum befürwortet. Nach Fertigstellung der Halle im Herbst 2004 soll diese nach den Vorstellungen der Politik in Form einer Bürgerstiftung betrieben werden. Der Vorstand der Offensive hat diese Entscheidung ausdrücklich begrüßt. Auch in den Prozess der Gründung einer Stiftung hat der Stadtmarketingverein sich eingebracht. Angefangen von den ersten Informations-veranstaltungen zu Bürgerstiftungen bis hin zur Mitwirkung im Gründungskomitee der Bürgerstiftung Gempt seit Oktober 2003. Er hat seine Bedenken formuliert und seine Anregungen eingebracht und diskutiert. Zur Vorbereitung hat der Vorstand eine Sondersitzung am 24. September nur zu diesem wichtigen Thema abgehalten. Nach seiner Auffassung muss bei dieser Innenstadtentwicklung immer im Vordergrund stehen, mit dem Gempt-Ensemble – Halle, Schornstein, Münsterstraße 19 - einen zentralen Treffpunkt für Anwohner und Besucher attraktiv und interessant zu gestalten und die Bürgerstiftung auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen. Dann bietet das Gempt-Ensemble eine einmalige Chance, Lengerich in der Region neu zu positionieren.  

Sicherung der Krankenhausstandorte

Der Stadtmarketingverein hat sich konsequent für den Erhalt des Krankenhausstandortes Lengerich eingesetzt. Es wurden Gespräche mit der Klinikleitung, der Mitarbeitervertretung, der Diakonie, der Kirche, den ortsansässigen Ärzten, der Politik, den Krankenkassen, den Gewerkschaften, der Leitung des Landschaftsverbandes und dem Insolvenzverwalter geführt. Alleiniges Ziel war es, eine wohnortnahe Krankenhausversorgung - somatische Versorgung - langfristig zu sichern. Eine von der Offensive initiierte Unterschriftenaktion mit 12.500 Unterschriften innerhalb kürzester Zeit und eine außerordentliche Resonanz bei der Demonstration zur Standortsicherung der Klinik waren deutliche Solidaritätsbekundungen der Lengericher Bevölkerung. Auch die lokale Ärzteschaft und die Politik haben sich für den Erhalt des Krankenhausstandortes eingesetzt. Im Oktober konnte zum Glück ein privater Betreiber gefunden werden, der das Krankenhaus neu strukturiert und am Markt positioniert hat. Wichtig ist aus Sicht des Stadtmarketingvereins aber auch, dass Lengerich als Standort für die Westfälische Klinik für Psychiatrie und Neurologie erhalten bleibt.  

Sicherung der Industriehalle Gempt als Bürger und Kulturzentrum

Die Offensive hat bereits frühzeitig die Entwicklung eines Nutzungs- und Betriebskonzeptes für das Gempt-Ensemble gefordert. Sie hat dabei stets ihre Mitwirkungsbereitschaft bei der Erarbeitung signalisiert. Sie hat sich mit einem Tag der offenen Tür sowie mit diversen Veranstaltungen von klassischen Konzerten, über den 3. Deutschen Edvard-Grieg-Kongress mit musikalischem Rahmenprogramm, Jazzmusik mit Klaus Doldinger, bis hin zu Sportveranstaltungen für den Erhalt der Gempthalle eingesetzt und den Umbau zu einem Bürger- und Kulturzentrum befürwortet. Nach Fertigstellung der Halle im Herbst 2004 soll diese nach den Vorstellungen der Politik in Form einer Bürgerstiftung betrieben werden. Der Vorstand der Offensive hat diese Entscheidung ausdrücklich begrüßt. Auch in den Prozess der Gründung einer Stiftung hat der Stadtmarketingverein sich eingebracht. Angefangen von den ersten Informations-veranstaltungen zu Bürgerstiftungen bis hin zur Mitwirkung im Gründungskomitee der Bürgerstiftung Gempt seit Oktober 2003. Er hat seine Bedenken formuliert und seine Anregungen eingebracht und diskutiert. Zur Vorbereitung hat der Vorstand eine Sondersitzung am 24. September nur zu diesem wichtigen Thema abgehalten. Nach seiner Auffassung muss bei dieser Innenstadtentwicklung immer im Vordergrund stehen, mit dem Gempt-Ensemble – Halle, Schornstein, Münsterstraße 19 - einen zentralen Treffpunkt für Anwohner und Besucher attraktiv und interessant zu gestalten und die Bürgerstiftung auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen. Dann bietet das Gempt-Ensemble eine einmalige Chance, Lengerich in der Region neu zu positionieren.